Sonntag, 26. Oktober 2008

Die Holocaust-Kontroverse - Ein Fall für die Redefreiheit

DIE HOLOCAUST-
KONTROVERSE

Ein Fall für Redefreiheit

Eine Einleitung


Gegenwärtige Aspekte

Kann es ein Verbrechen sein, Fragen zu stellen? Wenn Ihnen in bezug auf den Holocaust Zweifel aufkommen – können diese Zweifel anders als durch Fragen ausgeräumt werden?

Warum regen sich manche Leute und Gruppierungen über die Skeptiker auf, die zum Holocaust kritische Fragen stellen? Warum werden diese Menschen, die sich selbst als Revisionisten bezeichnen, als „Holocaust-Leugner" diffamiert?

Es ist selbstverständlich, daß man geschichtliche Themen debattiert, aber beim Holocaust ist das nicht erlaubt - eine einflußreiche Lobby hat hier eine Ausnahme durchgesetzt. Dabei sollte doch jedermann ermuntert werden, die Holocaust-Geschichte ebenso kritisch zu untersuchen, wie dies bei anderen geschichtlichen Ereignissen gang und gäbe ist.

Das ist kein extremer oder radikaler Standpunkt. Die kritische Hinterfragung hat im Abendland eine Jahrtausende alte Tradition, die durch griechische Philosophen wie Sokrates begründet und im Rahmen der Aufklärung vor ein paar Jahrhunderten wieder erneuert wurde.

Geschichtliche Aspekte

Die Revisionisten stimmen mit den etablierten Historikern soweit überein, daß die Juden von der nationalsozialistischen Regierung ausgegrenzt und einer besonderen und grausamen Behandlung unterzogen wurden. Die Nationalsozialisten bekämpften die Juden nicht nur aufgrund herkömmlicher antijüdischer Auffassungen, sondern weil sie in den Juden eine einflußreiche Kraft hinter dem internationalen Kommunismus und dem sogenannten internationalen "Finanzkapital" sahen, das sie unter anderem für die Weltwirtschaftskrise und die Verelendung des deutschen Arbeiters verantwortlich machten. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Juden außerdem als Feinde des Deutschen Reiches und als potentielle Gefahr seiner Kriegsbemühungen angesehen, genau wie Deutsche, Italiener und Japaner in den USA eingestuft wurden. Infolgedessen wurden die Juden entrechtet, sie mußten in Ghettos leben, sie wurden zu Zwangsarbeit verpflichtet, ihres Vermögens beraubt, deportiert, und auf sonstige Weise schlecht behandelt. Viele kamen auf tragische Weise um.

Im Gegensatz zu den staatlich bezahlten Historikernvertreten vertreten die Revisionisten die Auffassung, daß die deutsche Regierung nicht die Ausrottung des jüdischen Volkes (oder irgendeines anderen) zum Ziel hatte, weder in Menschentötungs-Gaskammern, noch durch Arbeit oder mangelnde Versorgung.

Revisionisten behaupten auch, daß die Zahl von sechs Millionen jüdischer Toten eine unverantwortliche Übertreibung darstellt, und daß es in ganz Europa kein Lager unter deutscher Kontrolle mit Hinrichtungsgaskammern gab. Um Krankheiten in Kriegsgefangenen-, Arbeits- und Konzentrationslagern sowie an der Front zu verhindern, gab es sowohl stationäre wie auch mobile Gaskammern zur Entlausung von Kleidung und Wäsche. Höchstwahrscheinlich hat die Mythe über die Vernichtungsgaskammern ihren Ursprung in dieser lebensrettenden Prozedur.

Die Revisionisten sind im allgemeinen der Ansicht, daß die alliierten Regierungen, insbesondere die Sowjets, beschlossen, ihre aus der Kriegszeit stammende „Schwarze Propaganda" über deutsche Greuel in der Nachkriegszeit weiterzuführen. Und zwar aus drei Gründen:

  1. Die Alliierten sahen sich gezwungen, weiterhin die großen Opfer der Kämpfe von zwei Weltkriegen zu rechtfertigen.
  2. Die Alliierten wollten die Aufmerksamkeit von ihren eigenen, überaus brutalen Verbrechen gegen die Menschheit ablenken und sie rechtfertigen. Allein schon die sowjetischen Greuel hatten den Tod von unermeßlich vielen Millionen Zivilisten in der Sowjetunion und in allen Ländern Ost- und Mitteleuropas gefordert.
    Das amerikanische und britische Flächenbombardement deutscher und japanischer Städte hatte den Tod von über einer Million Zivilisten verschuldet, die bei lebendigem Leibe verbrannten oder verschüttet wurden.
  3. Die Alliierten brauchten eine Rechtfertigung für ihr Nachkriegsvorgehen, nämlich die völlige Demontage der deutschen Industrie, eine Politik der Aushungerung, die den Tod von vielen Millionen deutscher Zivilisten zur Folge hatte, den Diebstahl deutscher Patente im Wert von Billionen Dollar, und den Raub großer Teile Deutschlands, die von Polen und der UdSSR annektiert wurden. Diese Gebiete waren nicht umstrittenes Grenzland, sondern machten 20 % des gesamten deutschen Territoriums aus. Die zwölf Millionen Deutsche, die in diesen Gebieten lebten, wurden ihres Eigentums beraubt und brutal vertrieben. Das war die grauenvollste ethnische Säuberung der Weltgeschichte. Über zwei Millionen Deutsche kamen dabei ums Leben.

Schon im Krieg wie auch in der Nachkriegsära waren zionistische Organisationen eifrig mit dabei, Holocaust-Geschichten zu fabrizieren und zu verbreiten. Sie hatten zum Ziel, das Mitgefühl der Welt zur Unterstützung jüdischer Anliegen zu mobilisieren, vor allem für die Schaffung eines Staates Israel. Heute spielen die Holocaust-Geschichte, die als Verbrechen eines rechtsgerichteten Regimes angesehen wird, eine wichtige Rolle bei linksgerichteten internationalistischen Gruppen, bei zionistischen Organisationen und bei Teilen der jüdischen Gemeinden. Vor allem die Führer dieser politischen Organisationen und deren Propaganda-Apparat arbeiten fortgesetzt an der Erhaltung der orthodoxen Holocaust-Legende und der Mythe deutscher Greuel im Zweiten Weltkrieg.

Wer behauptet, daß diese Auffassung antijüdisch sei, liest etwas in sie hinein, was einfach nicht darin enthalten ist. Revisionisten behaupten nicht, daß jüdische Führer oder Organisationen in der Kriegs- oder Nachkriegszeit irgend etwas machten, was nicht auch die alliierten Regierungen taten.

Für alle, die glauben, daß die Nürnberger Tribunale die Wahrheit über deutsche Kriegsverbrechen aufgedeckt haben, ist die Entdeckung schockierend, daß der damalige höchste Richter des Obersten Gerichtshof der USA, Harlan Fiske Stone, den Nürnberger Gerichtshof als gegen Deutsche gerichtete „Lynchpartie ersten Ranges" bezeichnete. (Alpheus T. Mason, Harlan Fiske Stone: Pillar of the Law, New York: Viking, 1956, S. 716).

Die Fotos

Wir haben alle „die Fotos" gesehen. Endlos. Fotos aus alliierten Nachrichtensendungen, die angloamerikanische Fotographen bei der Einnahme der deutschen Lager gemacht haben, vor allem die schrecklichen Szenen von Dachau, Buchenwald und Bergen-Belsen. Schauen Sie zum Beispiel auf das Foto hier oben auf diesem Flugblatt. Diese Bilder werden gewöhnlich so dargeboten, daß die dargestellten Szenen als das Ergebnis zielgerichteter deutscher Politik wirken – wenn dies nicht sogar ausdrücklich angemerkt wird. Die Fotos sind echt, aber ihre Deutung ist falsch.

Selbst die etablierten Historiker räumen ein, daß es in keinem dieser Lager eine deutsche Politik zur Tötung der Häftlinge gab. Während der letzten Kriegsmonate, als die Sowjetarmee in Deutschland einmarschierte, zerstörten englische und US-amerikanische Bomber durch Flächenbombardierungen praktisch alle deutschen Großstädte. Das Verkehrssystem, die Nahrungsversorgung, medizinische und sanitäre Einrichtungen – alles brach zusammen. Das war der Zweck dieser Luftangriffe, die eine Barbarei der Kriegsführung darstellten, wie es sie seit der Invasion der Mongolen nicht mehr gegeben hatte.

Millionen Flüchtlinge, die vor der Sowjetarmee flohen, ergossen sich über Mittel- und Westdeutschland. Als Ergebnis des fortdauernden Krieges, des Hungers, und der Epidemien starben Millionen Zivilisten in ganz Deutschland. Die Lager bildeten bei dieser Tragödie keine Ausnahme. Die noch immer unter deutscher Befehlsgewalt stehenden Lager waren überfüllt durch Häftlinge, die aus dem Osten evakuiert worden waren. Anfang 1945 litten die Insassen an Unterernährung und Epidemien wie Fleckfieber und Cholera, und viele kamen dadurch um.

Als die [internationalen] Presseberichterstatter zusammen mit den englischen und amerikanischen Soldaten in die Lager kamen, sahen sie das Ergebnis hiervon. Sie machen „die Fotos".

In Lagern wie Buchenwald, Dachau und Bergen-Belsen wurden jedoch Tausende relativ gesunde Internierte befreit. Sie waren in den Lagern, als „die Fotos" gemacht wurden. In Nachrichtenreportagen kann man sehen, wie diese Häftlinge lachend und sich unterhaltend durch die Lagerstraßen spazieren. Andere Bilder zeigen, wie Internierte ihre Mützen vor Freude in die Luft werfen und ihren Befreiern zujubeln. Man muß sich natürlich fragen, warum Sie genau diese Filme und Fotos nicht zu Gesicht bekommen haben, während Sie die anderen Dutzende Male gesehen haben.

Dokumente

Es wird oft behauptet, daß „tonnenweise" deutsche Dokumente beschlagnahmt wurden, die den Genozid an den Juden beweisen. Fragt man genauer nach, dann wird man nur auf eine Handvoll Dokumente verwiesen, deren Echtheit oder Interpretation äußerst fragwürdig ist. Fordert man verläßliche Beweise, dann wird behauptet, die Deutschen hätten alle betreffenden Dokumente vernichtet, um ihre Übeltaten zu verheimlichen, oder es kommt die absurde Behauptung, die Deutschen hätten eine Tarnsprache verwendet, mündliche Befehle geflüstert oder Befehle durch Gedankenlesen übertragen.

Natürlich zeigen alle verfügbaren Dokumente und Sachbeweise, daß es keinen Befehl für einen Massenmord an den Juden gab, auch keinen Plan, keine Finanzmittel, keine Tatwaffen – nämlich keine Gaskammern – und keine Opfer – er gibt nämlich keine einzige Leiche, an der durch Autopsie ein Tod durch Vergasung festgestellt wurde.

Zeugenaussagen

Bei den mittelalterlichen Hexenprozessen berichteten viele Zeugen Ähnliches über auf Besen reitende Hexen und den Teufel. Da die meisten Aussagen unabhängig voneinander und ohne Druck erfolgten, wurde dies als Beweis dafür gewertet, daß die Geschichten wahr sein müßten. Handfeste Beweise wurden niemals präsentiert. „Offenkundigkeit", ein Begriff, der damals aufkam, sowie gesellschaftliche Erwartungen bildeten die Grundlage für diese Berichte, nicht die Wahrheit.

Heute tritt uns die gleiche Offenkundigkeit gegenüber, die durch 60 Jahre lange einseitige Propaganda der Massenmedien entstanden ist sowie durch massiven gesellschaftlichen Druck, manchmal sogar durch gesetzliche Sanktionen, bestimmten Ansichten nicht in Zweifel zu ziehen.

Zur Bekräftigung ihrer Theorien sind die Anti-Revisionisten fast vollständig von „Augenzeugenberichten" abhängig, die in dieser vergifteten Atmosphäre entstanden.

Bei den Kriegsverbrecher-Tribunalen bezeugten viele „Augenzeugen", daß die Deutschen Seife aus menschlichem Fett und Lampenschirme aus menschlicher Haut hergestellt hätten. Alliierte Staatsanwälte legten sogar Beweisstücke zur Untermauerung dieser Anklagen vor. Über Jahrzehnte hinweg pflichteten hochgeachtete Wissenschaftler der angesehensten Universitäten der Welt diesen Geschichten bei, und machten uns glauben, das solche Anschuldigungen „unbestreitbare Tatsachen" seien. Aber mit der Zeit wurden viele derartige Geschichten unhaltbar. 1990 gab Yehuda Bauer, der Direktor für Holocaust Studien an der Hebräischen Universität in Tel Aviv zu: „Die Nazis machten nie aus Juden Seife..." (Jerusalem Post, Int. Ausg., 5. Mai 1990, S. 6).

Bruno Baum, ein ehemaliger kommunistischer Häftling von Auschwitz, durfte sich im Sommer 1945 in einer sowjetischen Zeitung brüsten: „Die ganze Propaganda, die im Ausland über Auschwitz in Umlauf kam, war von uns [den kommunistischen Insaßen] mit Hilfe polnischer Kameraden in Gang gesetztworden." (Deutsche Volkszeitung, sowjetische Zeitung im besetzten Mitteldeutschland, 31.Juli 1945).

Es überrascht daher nicht, wenn man erfährt, daß sich im Verlauf von mehreren Prozessen in Deutschland herausstellte, daß die Zeugenaussagen von Zeugen aus Osteuropa durch kommunistische Behörden orchestriert worden waren.

In einem Verfahren in Jerusalem gegen eine angebliche frühere Lagerwache mußte sogar das israelische Gericht zugeben, daß alle Zeugenaussagen unglaubwürdig waren, was zum Freispruch des Angeklagten führte.

Die beiden einzigen Zeugen, die jemals ins Kreuzverhör genommen worden sind, mußten 1985 zugeben, daß ihre Berichte nicht wahr waren: Arnold Friedman gestand, daß er nie das erlebt hatte, was er bekundet hatte, und Rudolf Vrba gab zu, daß er poetische Anleihen gemacht hatte, um seine Erklärungen „auszuschmücken". Vrba ist einer der berühmtesten Auschwitz-Zeugen. Als er jedoch einmal gefragt wurde, ob alle Behauptungen wahr seien, die er in dem berühmten Film „Shoah" gemacht hatte, erwiderte Vrba: „Ich weiß nicht. Ich war nur ein Schauspieler, der seinen Text aufsagte." Er sagte dies mit einem spöttischen Lächeln zu seinem jüdischen Freund Georg Klein (G. Klein, Pietà, Stockholm, S. 141).

Während und nach dem Krieg gab es „Augenzeugen" für Massenvergasungen in Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau und andere Lager in Deutschland. Heute räumen praktisch alle angesehenen Fachleute ein, daß diese Zeugenaussagen als falsch verworfen werden müssen.

Die etablierten Historiker behaupten aber immer noch, daß es Massenvergasungen in mehreren Lagern in Polen gab. Tatsächlich sind aber die Beweise hierfür kein bißchen besser als die falschen Zeugnisse und Zeugenaussagen für die angeblichen Massenvergasungen in den Lagern in Deutschland.

Was die Geständnisse von Deutschen bei den Kriegsverbrecher-Prozessen angeht, so ist inzwischen gut dokumentiert, das viele durch Druck, Einschüchterung oder gar Folter erlangt wurden – genau wie bei den mittelalterlichen Hexenprozessen.

Auschwitz

1990 korrigierte das Staatliche Auschwitz-Museum die alte Propaganda-Behauptung von vier Millionen ermordeten Menschen nach unten. Es setzte die Zahl auf eine Million herab – nicht aufgrund von Tatsachen, sondern aufgrund von Schätzungen! 1994 setzte ein französischer Wissenschaftler diese Zahl weiter herab, auf weniger als 700.000, und im Jahr 2002 reduzierte ein weiterer etablierter Holocaust-Wissenschaftler die Zahl der Auschwitz-Verluste auf 500.000 – wiederum nicht aufgrund von Tatsachen, sondern von „Schätzungen".

Das Auschwitz-Museum stellt Haufen von Haaren, Stiefeln, Brillen usw. aus, aber es gibt keinerlei Anhaltspunkte für die Herkunft dieser Gegenstände, noch für das Schicksal ihrer früheren Eigentümer. Solche Ausstellungsgegenstände stellen zwar eine wirksame Propaganda dar, sind aber als geschichtliche Beweise wertlos.

In einem mit Video aufgezeichneten Interview geben die Behörden des Auschwitz-Museums zu, daß die Gaskammer, die den Touristen gezeigt wird, eine „Rekonstruktion" ist, und zwar wiederum nicht auf der Grundlage von Tatsachen, sondern nach unbestätigten Behauptungen von Augenzeugen. Der Fremdenführer des Museums erzählt jedoch den Besuchern, daß alles, was sie sehen, echt sei...

Obwohl einige etablierte Wissenschaftler behaupten, das „absolute Zentrum" in der „Geographie der Greuel" seien die Krematorien von Auschwitz, deren Leichenkeller angeblich als Gaskammer dienten, behaupten andere etablierte Wissenschaftler, daß der Massenmord nicht in diesen Krematorien, sondern anderswo stattfand.

Revisionisten wollen aber Gewißheit, nicht Spekulationen oder Schätzungen.

Jüdische Bevölkerungsverluste im Zweiten Weltkrieg

Bis jetzt wurden nur zwei Monographien über die Frage geschrieben, wie viele Juden während des Zweiten Weltkriegs das Leben verloren. Das erste ist ein revisionistisches Buch, das zu der Schlußfolgerung kommt, daß etwa 300.000 umkamen. Der zweite wurde von mehreren renommierten Historikern verfaßt, die behaupten, daß etwa sechs Millionen starben. Während das revisionistische Buch demographische Veränderungen der jüdischen Bevölkerung in allen Ländern berücksichtigt, kommt das etablierte Buch zu seiner Zahl, indem es einfach die Zahl der Juden, die einige Jahre nach dem Krieg in Europa lebten, von der Zahl derer abzieht, die einige Jahre vor dem Krieg dort lebten. Es ignoriert, das in diesem Zeitraum die jüdische Bevölkerung in Amerika, in Israel, und in anderen außereuropäischen Ländern als Ergebnis des neuen Exodus um fast sechs Millionen zugenommen hat. Es sind also einfach alle Juden, die Europa verlassen haben, zu Holocaust-Opfer erklärt worden.

Der verborgene Völkermord

Die Verfechter der Holocaust-Geschichte beklagen sich darüber, daß „die ganze Welt" gleichgültig gegenüber dem Genozid gewesen sei, der angeblich im deutsch besetzten Europa erfolgte. Sie behaupten, schuld daran sei eine große moralische Unzulänglichkeit in der Natur des westlichen Menschen, oder daß die Menschen nicht die Ungeheuerlichkeit der Geschehnisse erkannten. Es stimmt, daß die Welt mit Teilnahmslosigkeit reagierte. Aber vielleicht war der Grund der, daß man der Sache eben keinen Glauben schenkte.

Sicher ist, wenn es in Polen „Tötungsfabriken" gegeben hätte, die Millionen Zivilisten ermordeten, dann hätten das Rote Kreuz, der Papst, humanitäre Organisationen, die Alliierten Regierungen, neutrale Regierungen und prominente Persönlichkeiten wie Roosevelt, Truman, Churchill, Eisenhower und viele andere davon gewußt – und sie hätten dies oft und unmißverständlich angesprochen und verurteilt. Aber das war nicht der Fall. Die Verfechter des Holocaust geben zu, daß nur eine sehr kleine Gruppe Personen die Geschichte damals glaubte – von denen viele mit jüdischen oder kommunistischen Propagandabüros in Verbindung standen. Der Erfolg der Holocaust-Geschichte gleicht am ehesten dem Ergebnis einer Reklame-Kampagne.

Winston Churchill schrieb sein sechsbändiges Werk „Der Zweite Weltkrieg" ohne ein Programm des Massenmordes und des Genozids zu erwähnen. Auch Eisenhower versäumte es, in seinem Buch Crusade in Europe Gaskammern zu erwähnen. War etwa das Instrument, mit dem Millionen Juden ermordet sein sollten, nicht einen beiläufigen Hinweis wert? War der zukünftige Präsident der USA gefühllos gegenüber den Juden?

Propaganda-Beispiele

Schon während und nach dem ersten Weltkrieg, also zwischen 1916 und dem Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts behaupteten vorwiegend jüdische Organisationen in Amerika, daß sechs Millionen Juden (!) im von Armut heimgesuchten Europa schrecklich litten. In diesem Zusammenhang wurde behauptet, daß die Juden Osteuropas vor einem Holocaust stünden, wenn sie nicht massiv mit Geldmitteln unterstützt würden. Mit dieser Propaganda wurden in den USA Millionen Dollar eingesammelt, die überwiegend dazu verwendet wurden, die bolschewistische Revolution in Rußland zu finanzieren.

Am 22. März 1916, also mitten im Ersten Weltkrieg, veröffentlichte die englische Zeitung Daily Telegraph einen Artikel, der fälschlicherweise behauptete, die Deutschen hätten 700.000 Serben in Gaskammern ermordet. Am 25. Mai 1942, also im Zweiten Weltkrieg, berichtete die gleiche Zeitung, die Deutschen hätten 700.000 Juden in Polen in Gaskammern ermordet.

Wie können wir sagen, daß die zweite Geschichte wahr ist, wenn wir wissen, daß die erste eine Lüge war? 1944 bat die britische Regierung die Medien und Kirchen in Großbritannien um Unterstützung bei der Verbreitung antideutscher Propaganda, die von ihr bereits eine Zeitlang verbreitet worden war, um von den Greueln abzulenken, die zu erwarten waren, sobald die Sowjets in Deutschland einmarschierten. Die britische Regierung beklagte in ihrem Rundschreiben, daß es nach der Entlarvung der Propaganda-Lügen aus dem Ersten Weltkrieg größerer Bemühungen bedürfe, um diesmal zum Ziel zu gelangen.

POLITISCHE KORREKTHEIT UND DER REVISIONISMUS

Viele Leute sind verwirrt, wenn sie zum ersten Mal Argumente der Holocaust-Revisionisten hören. Die Argumente machen anscheinend Sinn, - aber „wie ist das möglich?" Die ganze Welt glaubt die Holocaust-Geschichte. Es ist schwer zu glauben, daß eine so große Verschwörung zur Unterdrückung der Wahrheit mehr als ein halbes Jahrhundert lang funktioniert haben könnte.

Um zu verstehen, wie dies durchaus der Fall sein kann, muß man sich nur die geistigen und politischen Glaubenssätze des mittelalterlichen Europas vergegenwärtigen, oder die im nationalsozialistischen Deutschland oder den Ländern des kommunistischen Ostblocks. In all diesen Ländern ließ sich die große Mehrheit der Wissenschaftler von dem jeweiligen politischen System vereinnahmen. Sie fühlten sich der vorherrschenden Ideologie und deren Interpretation der Wirklichkeit verpflichtet. Diese Akademiker und Intellektuellen sahen es als ihr Recht, ja sogar als ihre Pflicht an, einen jeden Aspekt dieser Ideologie zu beschützen. Sie taten das, indem sie „böse" Dissidenten unterdrückten, die „verletzende" oder „gefährliche" Ideen zum Ausdruck brachten. In all diesen Gesellschaften wurden die Akademiker zur „Gedankenpolizei."

Es gibt in unserer Gesellschaft Leute, die in der Debatte über die politischen Korrektheit absichtlich versuchen, die Fragestellungen zu verflachen. Sie behaupten, es gäbe bei uns gar kein Problem mit der Redefreiheit, und die Politische Korrektheit bestünde nur aus ein paar Regeln zum Schutz von Minderheiten, damit niemand deren Gefühle verletze. Aber das Problem geht viel tiefer. Es gibt ein breites Spektrum von Themen und Ansichten, deren offene Diskussion unsere Massenmedien nicht zulassen. Selbst offensichtliche Tatsachen und Zusammenhänge werden verleugnet oder unterdrückt, wenn sie aus politischer Sicht nicht erwünscht erscheinen.

Man kann sehr viel über die Psychologie und die Methoden der Gedankenpolizei erfahren, wenn man beobachtet, wie diese reagiert, wenn nur mal eben eines ihrer Tabus verletzt und z.B. dem Holocaust-Revisionismus ein öffentliches Forum geboten wird.

Zuerst wird „Empörung" inszeniert, daß die öffentliche Äußerung solch „verletzender" und „gefährlicher" Ideen zugelassen wird. Es wird vermieden, auf diese Ideen einzugehen oder sie zu erörtern. Es wird behauptet, wenn man dies täte, würde es den Revisionisten ein Forum und Legitimität geben. Dann erfolgen gehässige persönliche Angriffe gegen die revisionistischen Ketzer, sie werden mit politischen Schimpfwörtern wie „Hasser", „Leugner", „Antisemiten", „Rassisten", „Terroristen", oder „Neonazis" bedacht und es wird gar unterstellt sie seien potentielle Massenmörder. Die Gedankenpolizei beschuldigt öffentlich die Revisionisten, zu lügen, aber man läßt die Ketzer nicht wissen, was genau man ihnen vorwirft. Die Revisionisten bekommen auch nicht Gelegenheit, ihren Anklägern gegenüberzustehen, um den Verleumdungen entgegentreten zu können.

Die Revisionisten werden oft angeschuldigt, haßerfüllte Menschen zu sein, die eine Haßlehre verbreiten. Aber der Revisionismus ist eine akademische Vorgehensweise, keine Doktrin oder Ideologie. Wenn die Holocaust-Verfechter wirklich Haß bloßstellen wollen, sollten sie einen Blick auf ihre eigene Dogmen werfen, und einen langen Blick in den Spiegel.

Jeder, der einen Revisionisten einlädt, öffentlich zu sprechen, wird selbst als gefühllos angegriffen. Wenn Revisionisten tatsächlich einmal öffentlich sprechen, werden sie für gewöhnlich niedergeschrieen und bedroht. Büchereien und Buchläden werden eingeschüchtert, wenn sie erwägen, Materialien über den Holocaust-Revisionismus auszulegen.

All dieses geschieht, während die Mehrheit der Büchereien, Medien, Hochschulen und Universitätsverwaltungen stillschweigend zusieht und zuläßt, daß politischen Aktivisten bestimmen, was in den Medien gesagt und was in den Bibliotheken gelesen werden darf.

Als nächstes macht sich die Gedankenpolizei daran, den Tabuverletzer beruflich und wirtschaftlich zu ruinieren, sie nimmt sich seinen Arbeitsplatz vor oder es wird ein Strafprozeß gegen ihn zusammengebraut. Manchmal wird zur Irreführung behauptet, daß sich die revisionistische Befunde bei einem Prozeß als falsch erwiesen hätten, obwohl die Justiz niemals eine wissenschaftliche Debatte entscheiden kann – sie kann nur Dogmen auferlegen.

Schließlich wird die Gedankenpolizei unbedingt den akademischen Bereich oder das Medium ausradieren, das dem Revisionisten zu Beginn ein Forum geboten hat.

Manche Akademiker sind der Auffassung, daß die Universitätsleitung eingreifen sollten, um den Campus von Ideen zu säubern, die Störungen an den Universitäten verursachen könnten. Aber das ist eine unverblümte Einladung zur Tyrannei. Denn das bedeutet, daß eine jede militante Gruppe, die Truppen bei Fuß hat, den Campus von Ideen säubern kann, die ihr mißfallen, um dann ihre eigene Doktrin durchzusetzen. Feige Verwaltungen könnten es als viel bequemer und sicherer ansehen, den Campus von kontroversen Ideen zu säubern, als eine Gruppe militanter Schreihälse in die Schranken zu verweisen. Es ist aber die Pflicht der Universitätsverwaltung, sicherzustellen, daß die Universitäten ein freier Marktplatz der Ideen bleiben. Wenn Ideen Unruhen verursachen, dann müssen die Unruhestifter bekämpft werden, nicht die Ideen.

Verteufelung

Der Einfluß des Holocaust-Revisionismus wächst immer mehr – sowohl hierzulande wie auch im Ausland. [In den USA kann man den Beginn des Revisionismus 1977 ansetzen als Arthur R. Butz sein Buch „Der Jahrhundertbetrug" veröffentlichte. Professor Butz unterrichtet Elektrotechnik und Computerwissenschaft an der Universität in Evanston, Illinois.]

Die Vertreter des Revisionismus nehmen ein breites Spektrum politischer und philosophischer Standpunkte ein. Sie sind mit Sicherheit nicht die Schurken, Lügner und Dämonen, als die ihre Gegner sie darstellen. Tatsache ist, daß es in der realen Welt keine Dämonen gibt.

Wenn Leute erst einmal anfangen, ihre Gegner als die Verkörperung des Bösen anzusehen und sie dämonisieren, haben sie keine Hemmungen mehr, ihren Gegnern Schaden zuzufügen. Nach ihrer Logik darf man mit einem so verteufelten Bösewicht einfach alles machen. Wir sollten nicht zulassen, daß eine solche Einstellung überhand nimmt.

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Dienstag, 21. Oktober 2008

Stasi 2.0 - Das Trennungsgebot zur Zusammenarbeit

Institutionalisierte Kooperation von Polizei und Diensten

KGT, IGR, KGIntTE, GTAZ, GASIM, GIZ ... die inflationäre Zunahme "hybrider Organisationen" aus Polizei und Geheimdiensten ist eine der wesentlichen Neuerungen der deutschen "Sicherheitsarchitektur". VertreterInnen von Polizei und Geheimdiensten haben sich zwar bereits seit 1982 vierteljährlich getroffen, um ihre Antiterror- maßnahmen zu koordinieren. Doch erst Anfang der 1990er Jahre begann man mit völlig neuen Organisations- formen zu experimentieren. Seitdem ist abseits der Öffentlichkeit eine ganze Reihe neuer parallel zueinander existierender Strukturen entstanden, die die ungehin- derte Zusammenarbeit in unterschiedlichen Bereichen erlauben.

Die Legitimationsgrundlagen für die neuen Einrichtungen wechselten im Laufe der letzten 17 Jahre ebenso wie das jeweilige Akronym. Die Zahl dieser institutionalisierten Zusammenarbeitsformen und der beteiligten Akteure sowie der Grad ihrer Vernetzung stiegen jedoch kontinuierlich an. Begonnen hat dieser Prozess einen Monat nach dem RAF-Attentat auf den Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder am 1. April 1991. Am 3. Mai beschloss der Arbeitskreis II der Innenministerkonferenz die Zusammenarbeit zwischen Geheimdiensten und Polizei zu intensivieren: Neben dem verstärkten Informationsaustausch und der Erstellung gemeinsamer Lagebilder sollte nun auch eine "Koordinierungsgruppe Terrorismusbekämpfung" (KGT) entstehen.

VertreterInnen des Bundeskriminalamtes (BKA), der Landeskriminalämter (LKA), des Bundesamtes für Verfassungsschutzes (BfV) und der Landesämter (LfV) sowie der Bundesanwaltschaft (BAW) sollten sich unter dem Dach des BKA in regelmäßigen Abständen treffen. 29-mal trat die Koordinierungsgruppe bereits im ersten Jahr ihres Bestehens zusammen.

Ihre konkreten Aufgaben blieben für die Öffentlichkeit im Dunkeln, denn die Beschreibungen des Aufgabenbereichs der KGT bewegten sich auf einem sehr hohen und deshalb wenig aussagekräftigen Abstraktionsniveau: Sie diene "der Koordinierung des schnellen und umfassenden Informationsaustausches, der Bewertung von Lagebildern, der Abstimmung von Maßnahmen, dem gezielten Einsatz von Ressourcen und der Entwicklung neuer Bekämpfungskonzepte", erklärte die Bundesregierung am 6. August 1991. (BT-Drs. 12/1033)

Konkrete Aufgaben blieben im Dunkeln

Gleichzeitig betonte sie, dass eine gemeinsame Datei genauso wenig existiere wie eine gemeinsame operative Tätigkeit, noch hätte die KGT eigenständige Weisungsbefugnisse gegenüber irgendwelchen Behörden oder anderen Stellen. Das Trennungsgebot sei somit beachtet worden. Dass die KGT jedoch schon in dieser frühen Phase eine informelle Weisungsfunktion hatte, darüber war man sich im Bundesinnenministerium (BMI) sehr wohl bewusst: Aus einem internen Papier geht hervor, dass man davon ausging, dass "ihren Vorschlägen ungeachtet der bestehenden gesetzlichen Zuständigkeiten eine gewisse Verbindlichkeit" zukomme. (Bürgerrechte & Polizei/CILIP 42 )

Dass die KGT neben ihrer "gewissen Verbindlichkeit" auch eine operative Rolle spielte, bewies sie bereits am 27. Juni 1993: Die Planung und "Nachbearbeitung" der in einer Schießerei endenden Verhaftungsaktion auf dem Bahnhof Bad Kleinen im Juni 1993, bei der das RAF-Mitglied Wolfgang Grams und der GSG-9-Beamte Michael Newrzella starben, war maßgeblich der KGT zu verdanken.

Mit der Selbstauflösung der RAF 1998 wurde es auch um die Koordinierungsgruppe wieder still. Erst fünf Jahre später wurde sie im Zusammenhang mit dem §129a-Ermittlungsverfahren gegen die militante gruppe (mg) wieder ins Gespräch gebracht. Im Herbst 2003 meldete der Focus einen vermeintlichen Ermittlungserfolg des BKA. Vier Berliner seien als die Verantwortlichen für die Brandanschläge der mg identifiziert. Zeitgleich berichtet der Spiegel Online die mg betriebe laut Verfassungsschutz "die Vernetzung von Untergrundzellen". (Spiegel Online, 8.11.03) Man erwäge eine Sondersitzung der KGT einzuberufen. Über die Frage, ob die massive Weitergabe geheimdienstlicher Informationen ans BKA in diesem wie auch in dem Verfahren gegen die "militante Anti-G8-Kampagne" (vgl. ak 523) auf eine rege Aktivität der KGT hindeutet, kann nur spekuliert werden.

Sicher ist weder, ob die von Spiegel Online erwähnte Sondersitzung je stattgefunden hat, noch ob die KGT überhaupt noch regelmäßig tagt. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es nicht, wohl auch weil sich beide Verfahren kaum zu einer Erfolgsmeldung verarbeiten lassen. Inzwischen haben die Strafverfolgungsbehörden die Verfahren gegen die Beschuldigten in diesen beiden Fällen eingestellt.

Nur eineinhalb Jahre nach der Einrichtung der KGT entstand im Dezember 1992 zunächst als Untergruppe der KGT und später als eigenständige Organisation die "Informationsgruppe zur Beobachtung und Bekämpfung rechtsextremistischer/terroristischer insbesondere fremdenfeindlicher Akte" (IGR). Organisatorisch war sie, abgesehen von dem Umstand, dass der Verfassungsschutz hier aus nicht näher ausgeführten "sachlichen Gründen" die Federführung übernahm, das genaue Abbild der KGT. Jedoch lässt die thematische Ausrichtung der IGR auf eine sehr weite Terrorismusdefinition schließen, die es ihr ermöglichte, sich auch mit Bereichen alltäglicher Kriminalität zu befassen. Ihre operative Ausrichtung lässt sich bereits an ihrer Aufgabenbeschreibung ablesen. Laut Bundesregierung soll sie "vorhandene Erkenntnisse zusammenzuführen und ggf. koordinierte landes- bzw. bundesweite Exekutivmaßnahmen vorbereiten". (BT-Drs. 13/854)

Die Anschläge vom 11. September 2001 boten abermals die Gelegenheit, die Zusammenführung von Polizei und Diensten weiter auszureizen. Schon am 28. September wurde unter dem Vorsitz des BKA die "Koordinierungsgruppe Internationaler Terrorismus" (KGIntTE) eingerichtet. Auch sie erinnert organisatorisch stark an ihre Vorgänger, der Kreis der Beteiligten wurde jedoch diesmal massiv erweitert. Zusätzlich zum BKA, den LKAs, dem damaligen Bundesgrenzschutz (BGS) und der BAW wurden mit dem BND, dem Bundesamt und den Landesämtern für Verfassungsschutz, dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) und dem mittlerweile aufgelösten Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr alle Geheimdienste der BRD mit einbezogen. Aufgabe der KGIntTE ist zum einen "eine ständige Bewertung und Fortschreibung des Lagebildes"; zum andern soll sie dem Arbeitskreis II der Innenministerkonferenz "Empfehlungen für bundesweit abgestimmte Polizeimaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung im Bereich Prävention und Repression" geben. (BT-Plenarprotokoll 15/104)

Eine völlig neue Stufe polizeilich-geheimdienstlicher Zusammenarbeit wurde am 14. Dezember 2004 mit der Einrichtung des "Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum" (GTAZ) in Berlin-Treptow erreicht. Das GTAZ führt 40 Behörden des Bundes und der Länder zusammen. Beteiligt sind die 19 Geheimdienste (16 LfV, BfV, BND und MAD), 18 Polizeibehörden (16 LKA, BKA und BGS resp. Bundespolizei), das Zollkriminalamt sowie die BAW und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sie alle sind mit MitarbeiterInnen und eigenen Räumlichkeiten vertreten. Eingebunden sind ebenso ausländische Partnerbehörden, die jedoch nicht namentlich benannt werden und nicht am "Echtzeit-Informationsaustausch" partizipieren können. Anlassbezogen werden auch SpezialistInnen aus anderen deutschen Behörden, zum Beispiel aus den Ausländerbehörden, beteiligt.

Um den Anschein der Trennung zu wahren, ist das GTAZ in eine nachrichtendienstliche und eine polizeiliche Analyse- und Informationsstelle (NIAS und PIAS) untergliedert. Deren Aufgaben sind auf den "Phänomenbereich des islamistischen Extremismus und Terrorismus" beschränkt, jedoch innerhalb dieses Themengebietes sehr vielfältig: Das Zentrum bietet den Rahmen für "Ressourcenbündelung bei Internetrecherchen und Übersetzungen", für allgemeine "Gefährdungsbewertungen", "themenspezifische Analysen" ebenso wie für konkrete "Fallauswertungen". "Operativer Informationsaustausch" zur Abstimmung von "Exekutivmaßnahmen und Ermittlungsansätzen" geht Hand in Hand mit der "Einschätzung der Entwicklung des Personenpotentials", die in einem "ganzheitlichen Bekämpfungsansatz" auch als "Klärung ausländerrechtlicher Statusfragen" verstanden wird. (BT-Drs. 16/9833)

GTAZ: Neue Stufe der Zusammenarbeit

Aufgehoben wird die räumliche und organisatorische Trennung durch die tägliche Lagebesprechung zum "Austausch aktueller Lageerkenntnisse", "zur Erstellung anlassbezogener Erstbewertungen" und "Abstimmung einzelner Maßnahmen" sowie durch sieben Arbeitsgruppen.

Gemeinsam ist allen Arbeitsgruppen, dass sie Zugriff auf die "Anti-Terror-Datei" haben. Darin sind elf Grunddatenkategorien wie Name und Adresse, aber auch Einstufungen wie "Mitglied in einer terroristischen Organisation", "Ausübender", "Unterstützer", "Vorbereiter", "Kontaktperson" etc. erfasst. Gespeichert werden darüber hinaus in den erweiterten Grunddaten weitere 17 Datenkategorien: Eigene und mitbenutzte Telekommunikationsanschlüsse und -endgeräte, E-Mail-Adressen, Bankverbindungen, Volks- und Religionszugehörigkeit, Fertigkeiten in der Herstellung und im Umgang mit Sprengstoffen oder Waffen, Waffenbesitz und Gewaltbereitschaft, Tätigkeit in einer sicherheitsrelevanten Einrichtung, Aufenthalt in einem Ausbildungslager und Kontaktpersonen. Die erweiterten Grunddaten sind, außer im "Eilfall", nur nach Freigabe durch die speichernde Behörde zugänglich.

Wie eng die Anti-Terror-Datei in das Gefüge hybrider Organisationen eingebettet ist, zeigt sich an der Einschätzung der Bundesregierung, es handele sich bei ihr primär um ein "Kommunikationsanbahnungsinstrument", das "einen Erkenntnisaustausch auf Basis der bestehenden Übermittlungsvorschriften vorbereitet". Der eigentliche Austausch erfolgt somit in Organisationen wie dem GTAZ. Nicht umsonst fand hier auch der symbolische Knopfdruck zur Eröffnung der Datei statt.

Ebenso wie bei der KGT war die Einrichtung der neuen Kooperationsform GTAZ nur ein erster Schritt. Auch das Abwehrzentrum wurde zum Muster für die Einrichtung weiterer Quasi-Behörden. Im November 2004 war das "Gemeinsame Analyse- und Strategiezentrum Schleusungskriminalität" (GASS) entstanden, dass bereits im Mai 2006 in "Gemeinsames Analyse- und Strategiezentrum illegale Migration" (GASIM) umbenannt wurde. Im GASS waren nur das BKA und der damalige BGS fest vertreten, BND und BfV aber nur lose "verknüpft". Letztere bilden im GASIM einen festen Bestandteil. Auch das BAMF sowie die Zollverwaltungen sind hinzugekommen. Insgesamt 33 Beamte arbeiten im GASIM. Das Ziel der Einrichtung ist es, der unerlaubten Einwanderung "operativ und mit strategisch ausgerichteten und konzeptionell fundierten Maßnahmen wirksam entgegenzutreten". (BMI-Presseerklärung, 17.7.06)

Der einfache Weg der Umdefinition

Am 26. Oktober 2007 stellte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble das "Gemeinsame Internetzentrum" (GIZ) der Öffentlichkeit vor und zog gleichzeitig eine positive Bilanz, denn das Zentrum existierte bereits seit Anfang des Jahres. Das "Kompetenzzentrum" steht unter der Leitung des BfV, hat aber seinen Sitz in der Liegenschaft des BKA in Berlin-Treptow. Hier arbeiten 30 Beschäftigte aus dem BfV, dem BKA, dem BND, dem MAD und der Bundesanwaltschaft sowie ein Vertreter des LKA Rheinland-Pfalz. Die anderen Bundesländer sind der Aufforderung des BMI zur Beteiligung an dem Zentrum nicht gefolgt. Aufgabe des GIZ ist "die frühzeitige Erkennung extremistischer und terroristischer Aktivitäten sowie von Rekrutierungs- und Radikalisierungsbemühungen im Internet".

"Manche halten das Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten ja für einen Verfassungsgrundsatz", erklärte der Bundesinnenminister auf einem BND-Symposium am 1. November 2007 in Berlin. Die logische Fortsetzung dieses Satzes - "ich nicht" - hat sich Wolfgang Schäuble verkniffen. Seine kurze Bemerkung ist eines der wenigen offiziellen Statements aus den letzten Jahren, die die Fortgeltung des Trennungsgebots in Frage stellen. Die Westalliierten hatten der BRD mit ihrem "Polizeibrief" von 1949 dieses Gewalten teilende Prinzip mit auf den Weg gegeben. Nach der Vereinigung und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag erhielt die BRD die volle Souveränität. Die anschließend geführte Debatte, ob das Trennungsgebot noch Verfassungsrang habe, ist heute weitgehend verstummt.

Man geht stattdessen den einfacheren Weg einer Umdefinition und erklärt: "Dem Informationsaustausch zwischen den Polizeien und Nachrichtendiensten von Bund und Ländern steht nach Ansicht der Bundesregierung weder das Föderalismusprinzip noch das Trennungsgebot entgegen." (BT-Drs. 16/416) Oder noch klarer: "Aus der organisatorischen Trennung folgt die Pflicht zur informationellen Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aufgaben und Befugnisse", wie es 2003 der damalige Leiter des Kriminalistischen Instituts des BKA und heutige BKA-Vizepräsident Jürgen Stock ausdrückte.

Quelle:

http://www.akweb.de/ak_s/ak532/08.htm

Montag, 20. Oktober 2008

Israel - Die Juden Akkos warnen

Von Gideon Levy, Haaretz 12.10.2008

Eine junge Frau mit Kopftuch und einem Baby im Arm stand gestern hinter einem vergitterten Fenster und schrie: "Holt die Araber hier raus! Wir wollen sie nicht … sie haben unser Leben hier zur Hölle gemacht …".

Die Rollläden der benachbarten Wohnung sind zerschmettert. Ihre früheren Bewohner, die Familie von Mahmoud Samary, sind weggegangen; sie sind vorrübergehend vor dem Steinhagel auf ihre Wohnung geflohen. Die junge Frau schreit weiter: "Sie sollen weggehen. Die Araber holen sich unsere Mädchen."

Es war Samstagnachmittag in der Nr. 18 der Burlastraße in Akko - Teil eines übervölkerten, schändlich vernachlässigten Wohnprojekts, in dem drei arabische und 29 jüdische Familien in einem einzigen Gebäude wohnen. Am Eingang des Gebäudes stand eine Gruppe Polizisten herum. Am Straßenrand stehen PKWs mit zerbrochenen Fenstern.

Es war nicht nur Bosnien, an das ich gestern hier erinnert wurde. Die Stadt erinnert mich auch an Nablus - Kontrollpunkte an jeder Ecke, Hunderte von Polizisten unter jedem vertrockneten Baum. Eine Stadt, die eine Touristenattraktion sein könnte, ist stattdessen eine der elendsten in Israel. Mein Kollege Jack Khoury, ein israelischer Araber, sagte, als wir den Stadtteil betraten: "Ich hätte nicht geglaubt, dass ich hier mit so viel Angst und Spannung fahre".

Ein junger Mann, der in diesem Haus lebt, sagte aggressiv zu uns: "Wagt nicht die Altstadt zu betreten. Die Araber werden euch mit Messern töten." Er wollte auch, dass wir seinen Stadtteil verlassen.

Aber die Altstadt - nur wenige Fahrminuten entfernt - war eine andere Welt: in jenem schönen, aber vernachlässigten Stadtteil, der gestern nahezu leer war, trauerten die Leute über die Streichung des Akko-Theaterfestivals - sie sprachen noch immer von Frieden und Koexistenz.

Akko ging auf einmal in Flammen auf. Es war ein Zusammenstoß zwischen Armen und Armen, Juden und Arabern, angestachelt von Nationalisten - mit einem religiösen Feiertag als Katalysator, der gefährlichste aller möglichen Zusammenstöße, der eine Feuersbrunst zu anzufachen drohte.

Das Feuer war zur Zeit des Berichtes erloschen, aber gestern Nachmittag sah es so aus, als ob es von neuem ausbrechen könnte. Junge Männer aus dem Hausprojekt hatten sich verabredet, sich um 7:30 Uhr an diesem Abend zu treffen - Gott weiß warum.

Doch auch wenn das Feuer jetzt gelöscht wurde - so wird es sich eines Tages wieder entzünden. Diese bi-nationale Stadt sitzt auf einem Vulkan - einem Vulkan von Nationalismus und Elend, Angst und Hass.

Wenn das Hausprojekt zum spannungsgeladensten Teil der Stadt gehört, so gehört die Altstadt zum traurigsten Teil, wo die leeren Hallen (alte Karawansereien, d.Übers.) das einzige sind, was vom Theaterfestival blieb, das diese Woche stattfinden sollte.

Die Scheinwerfer sind schon entfernt worden, die Schauspieler und Theaterdirektoren sind gegangen, die Tische des Cafés auf dem Rasen bleiben zusammengeklappt. Anstelle eines Festivals bekam Akko einen Skandal - den Skandal der Stornierung.

Die technische Mannschaft meinte, es sei unerhört, das bedeutendste Ereignis im Akko-Jahr nur wegen 100 oder 200 Verrückter zu streichen. Sie schlugen vor, stattdessen ein Fest der Versöhnung zu feiern und versprachen, für die Sicherheit der Gäste zu sorgen. ‚Man streitet sich auch mal mit seiner Frau und geht dann wieder mit ihr ins Bett’, verglich einer, Asfari Khalil.

Munir Abu al-Tayir, der Granatapfelsaft verkauft, hatte den ganzen Tag über nur genau zwei Gläser verkauft. In einer nahen Felafelbude antwortete ein junger Araber auf jüdische Behauptungen, dass der Krawall durch einen arabischen Fahrer provoziert worden war, weil er an Yom Kippur laute Musik hören ließ. Er sagte, dass während des Ramadan die Juden arabische Gefühle beleidigt und Bier getrunken hätten. Aber es hätte keinen arabischen Krawall gegeben. Issam Jalem, Barbier, warnte davor, dass ohne das Festival die ‚Dinge nicht gut gehen werden’.

Allen war klar, dass die voreilige Entscheidung des Bürgermeisters Shimon Lankri, das Festival ausfallen zu lassen, nur einen Zweck hat: die Araber zu strafen, die bei dem Festival ihren Lebensunterhalt verdient hätten.

F. ein arabischer Bewohner der vor allem jüdischen Kibbutz-Galuyotstraße floh mit seiner Familie. Nun befürchtet er, dass sein Haus angezündet wird. Salim Majami, ein Stadtrat, denunzierte alle Extremisten, die jüdischen genau wie die arabischen.

Daoud Halila, Direktor einer non-profit Organisation, klagte die Polizei an, sie würde die Juden verhätscheln. Der Kommunist Salim Atrash gibt die Schuld dem "disengagement", dem Herausholen der Siedler aus dem Gazastreifen; denn danach wurde eine extremistische Yeshiva in der Stadt eröffnet, von der die Flammen (des Hasses) angeheizt wurden.

Atrash zog die Kopie einer Notiz heraus, die im Internet zirkulierte: "Wir werden nichts mehr von Arabern kaufen, wir werden keine Rücksicht mehr auf ihre Feiertage oder ihre Orte nehmen. Ihr Araber von Akko sucht einen Platz in den Dörfern!" Die Notiz war mit einem Epigramm gezeichnet: "Ein Jude ist der Sohn eines Königs, ein Araber ist der Sohn eines Hundes."

Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs

Quelle:http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005311.html

BR-Deutschland - Wann wacht der deutsche Michel endlich auf???


Anscheinend ist es reichlich sinnlos, sich überhaupt noch über die Situation unseres Staates und des ihn nach wie vor hauptsächlich tragenden Volkes zu ereifern. Wie viel mehr an unverschämter Selbstbedienung und kapitalhöriger Willkür (Inkompetenz) muss unsere „politische Klasse“ denn noch aufbieten, bevor sie den entschlossenen Gegenwind aus den Reihen des dadurch sukzessive und gezielt ausgebeuteten, entrechteten und versklavten Volkes zu spüren bekommt … einen Gegenwind, der sie wieder an die Endlichkeit ihres (politischen) Seins erinnern und zum Umdenken hinsichtlich der Definition ihres ursprünglichen Dienstauftrags zwingen kann?

Wie überflüssig, kontraproduktiv und – ja, das wage ich in dieser Form zu behaupten – kriminell die Entscheidungen rings um das „Rettungspaket für Banken“ sind, sollte eigentlich jedem vernunftbegabten Menschen offensichtlich werden … oder wer von Ihnen glaubt tatsächlich an die beschwichtigenden und zugleich verblödenden Behauptungen à la Merkel, Steinbrück und Konsorten, denen zufolge dieses Paket keineswegs dem Profit- und Machthunger der globalen Geld- und Machteliten geschuldet, sondern „dem Wohlergehen des Volkes“ gewidmet sei? – Oder wer glaubt daran, dass die Spareinlagen und Kontoguthaben der Bürger/innen ebenso abgesichert wären … fragen Sie sich doch einfach mal, warum sich die zuständigen Damen und Herren so ausdauernd sperren, dies ebenso hurtig in einem Gesetz festzuschreiben wie die „Stützung des Bankensektors“ und, wie unzweifelhaft zu erwarten ist, auch weitere Unterstützungen für „notleidende“ Großkonzerne?

Doch selbst für jene Menschen unter uns, die das selbständige und ungebundene Denken im Zuge des über sechs Jahrzehnte andauernden „Umerziehungsprozess“ des deutschen Volkes endgültig und unwiderruflich aufgegeben haben, bieten sich zahllose Möglichkeiten, dieses infame Spiel zu erkennen und damit auch zu durchschauen … Beispielgebend möchte ich hier vor allem die drei letzten Paukenschläge aus der Feder von Egon W. Kreutzer anführen …

Ein Garten voller Böcke

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/41.html

Die Billionenflut

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/42.html

Die Ursache des akuten Geldmangels

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/42a.html

(Es darf auch als überaus empfehlenswert bezeichnet werden, sich mal der Lektüre des aus gleicher Feder stammenden vierbändigen Werkes „Wolfs wahnwitzige Wirtschaftslehre“ – zu beziehen über den gleichnamigen Verlag EWK – anzunehmen!)

Seinen fundierten und unschwer nachvollziehbaren Ausführungen, die durch zahlreiche, in diesen Artikeln auch ausgewiesene, weitere Artikel weitreichend ergänzt und abgerundet werden, ist nichts hinzuzufügen. Außer natürlich, dass er nur einer von vielen ist, die uns mit diesen auf erworbenem Wissen beruhenden Informationen nicht nur die verfahrene Realität aufzeigen wollen, in der wir uns größtenteils selbst gefangen halten, sondern eben auch gangbare Wege, wie man ihr entkommen und eine gerechtere, alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen an dem gemeinsam erwirtschafteten Gesamteinkommen der Wirtschaft beteiligende Gesellschafts- und Wirtschaftsform aufbauen kann.

Die wichtigste Aussage, die ich persönlich aus den Arbeiten von Herrn Kreutzer, aber auch denen anderer „aufgeklärter und wachsamer“ Mitmenschen entnehme, ist die, dass sich nicht nur unsere „Volksvertreter“ (die LINKE muss hier offenkundig auch eingeschlossen werden!), sondern auch weite Teile unserer Bevölkerung wie der Teufel vor dem Weihwasser davor scheuen, die angebrachte „Systemfrage“ aufzugreifen und den Kapitalismus (präziser: den „modernen Raubtierkapitalismus“ der globalen Geld- und Machteliten) insgesamt in Frage zu stellen. Für die Mehrzahl der „normalen“ Bürgerinnen und Bürger, die niemals in den Genuss kommen werden, auch nur annähernd in die Sphären der Macht vorzudringen, die eine erschreckend kleine Minderheit von Superreichen und selbsternannten Herren der Welt mit allen zu Gebote stehenden menschenverachtenden und dem feudalen System immanenten brutalen und tödlichen Mitteln verteidigen, kann dieses Verhalten nur als unverständlich und de facto selbstmörderisch bezeichnet werden.

Lesen Sie hierzu vielleicht auch mal folgende Artikel … auch nur beispielhaft für viele andere lesenswerte Beiträge …

Der finanzielle Reichstagsbrand … von Radio Utopie (Daniel Neun)

http://www.radio-utopie.de/2008/10/07/der-finanzielle-reichstagsbrand-chronologie-eines-kalten-staatsstreichs-durch-eine-inszenierte-krise/

… oder …

Weichen umstellen! … im Blog von Principiis Obsta (Artikel von Prof. Gretchen Binus * – übernommen aus der jungen Welt vom 17.10.08)

http://principiis-obsta.blogspot.com/2008/10/weichen-umstellen.html

* Prof. Gretchen Binus war Professorin für Politische Ökonomie des Kapitalismus an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg und ist Mitherausgeberin der „Marxistischen Blätter“

Sehen wir doch endlich mal die allein entscheidenden Fakten und richten wir unser Denken und Handeln an Ihnen aus!?!

Sehr vereinfacht und dennoch absolut zutreffend ausgedrückt muss man sagen, dass wir heute das Ergebnis von 30 Jahren einer Politik vor Augen geführt bekommen, die mit aller (geliehenen) Macht darauf hinwirkte, dass eine Umverteilung des Volksvermögens zulasten der Allgemeinheit und zugunsten der Kapitaleliten stattfinden und zur perversen Vervollkommnung geführt werden konnte. Ohne damit den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, möchte ich als „Eckpunkte dieses Prozesses“ nachfolgend mal verkürzend zusammenfassen:

  • Auch wenn erste Ansätze bereits in der letzten und „jäh unterbrochenen“ Amtszeit der sozial-liberalen Regierungskoalition unter der Führung von BK Helmut Schmidt erkennbar wurden, brachte erst die „historische Wende“ mittels Misstrauensvotum und Wechsel der Regierungsverantwortung zu einer schwarz-gelben Regierung den Durchbruch der neoliberalen Heilslehre als alles bestimmendes Fundament bundesdeutscher Politik. (Zuvor war dies im angloamerikanischen Raum „erfolgreich vorexerziert“ worden, aber erst die (von der „Fahnenflucht der freien Liberalen“ und insbesondere durch das berüchtigte „Lambsdorff-Papier“ ermöglichte) Kohl-Regentschaft stellte sicher, dass die restlos deregulierte und entfesselte Vorherrschaft des macht- und profitgetriebenen „Megakapitalismus“ weltweit etabliert werden konnte – die unmittelbaren Folgen für das ohnehin der absoluten Fremdbestimmung und Unfreiheit überantworteten Volk und die gesamte Volkswirtschaft (als eigentliches wirtschaftliches Rückgrat von Staat und Gesellschaft) unseres Landes waren und sind verheerend!
  • Obgleich zu Recht behauptet wird, dass erst die rot-grüne Regierung (in einer Art von „Millennium-Umnachtung“ und gestützt auf die „massive Mitarbeit“ von Lobbyisten der hauptsächlich profitierenden Finanzkreise) gesetzgeberisch den Weg freimachte für die totale Deregulierung der Märkte und somit für den ungebremsten Ausverkauf und die ausufernde Privatisierung des Volkseigentums, so widmete auch die Kohlregierung die sechzehn Jahre ihrer Regierungszeit voll und ganz der Umverteilung von unten nach oben, was seinen Ausdruck nicht zuletzt in dem beginnenden und nach der „Wiedervereinigung“ forcierten Abbau sämtlicher Sozialleistungen und Sicherungsmechanismen (im Sinne der lohnabhängig Beschäftigten) des Arbeitsmarktes fand. Ich jedenfalls habe die zweistelligen Milliardenbeträge nicht vergessen, die den Großkonzernen von Kohl und Konsorten in Form von Steuergeschenken Jahr für Jahr in den Rachen geworfen wurden – natürlich angeblich, um neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen, die dann jedoch mehrheitlich im billigeren und bessere Steuerkonditionen (neben weniger bürokratischen Hemmnissen die wichtigsten „Entscheidungsgrundlagen“) bietenden europäischen und außereuropäischen Ausland entstanden!
  • Ebenfalls unter Kohls Ägide wurde auch die „Europäisierung“ des Marktes und der Gesellschaft in nie zuvor dagewesener Weise vorangetrieben und – mit dem Beitritt zur Eurozone und der Vorbereitung der Zwangseinführung des Euros anstelle der DM (was auch nachhaltig zulasten der Volkswirtschaft sowie im Sinne des „freien Flusses des Kapitals“ durchgedrückt wurde!) zur Quasivollendung geführt. – Damit folgte Helmut Kohl unbestreitbar der von seinem „politischen Ziehvater“ Konrad Adenauer begründeten Zielsetzung, Deutschland zum Wohle der wahren „Siegermacht“ beider Weltkriege (und aller anderen Kriege der letzten 500 Jahre!) in einem ausschließlich den Interessen der Kapitaleliten dienenden Europa zu integrieren – dass man dafür immer mehr Hoheitsrechte abtreten und das eigene Volk betrügen und verkaufen musste, kann vor dem Hintergrund eines derart „selbstlosen und ehrenwerten“ Bestrebens selbstverständlich nur als bedeutungslos eingestuft werden!?! – Auch diese zweite Stufe der systematischen Auflösung aller volkswirtschaftlichen Werte zugunsten einer vollständig europäisierten und globalisierten Wirtschafts- und Gesellschaftsideologie wurde erfolgreich – und natürlich ohne jede Berücksichtigung des Volkswillens – abgeschlossen und leitete nach der Wahlniederlage von Schwarz-Gelb ebenso zwangsläufig wie nahtlos ins „Schröderianische Zeitalter“ über … zuvor aber stellte die von Kohl eigentlich nicht wirklich gewollte, dann aber doch lieber mitgenommene (machte sich ja auch gut in seiner politischen Vita und für seine Etablierung in den „Geschichtsbüchern der Sieger und wahrhaft Reinen“) „Wiedervereinigung“ der beiden deutschen Besatzungszonen noch die Weichen für den unausweichlichen Triumph des globalen Kapitalismus … nicht nur über den sowjetisch geführten Kommunismus, sondern auch über die Menschenrechte insgesamt und insbesondere das Recht des deutschen Volkes auf eine eigene Verfassung, einen Friedensvertrag und die lange überflüssige Souveränität im völkerrechtlichen Sinne!
  • Die von Schröder und Fischer geführten Parteien (SPD und Grüne) erwiesen sich dann als schlimmste Enttäuschung der gesamtdeutschen Hoffnungen und Erwartungen, dafür aber als ebenso unterwürfige wie machtbesessene Erfüllungsgehilfe jener „globalen Klasse“, die beide zuvor mit aller Kraft ihrer „sozialen, friedliebenden und/oder hochgradig ökologischen Parteiprogramme“ zu bekämpfen vorgaben. Es ist tatsächlich so, dass keine Regierung (bis dahin) so rigoros dem Sozialabbau und der Deregulierung der Kapitalmärkte gefrönt und beides mittels der entsprechenden Gesetze zur optimalen Vollendung geführt hat. Aber wie gesagt: etwas anderes war nach der sechzehn Jahre langen Vorarbeit seitens der Herren Kohl, Genscher, Lambsdorf, Waigel, Schäuble etc. einerseits gar nicht möglich und andererseits sind sowohl Schröder als auch Fischer nie etwas anderes als „Scheindemokraten“ gewesen, die natürlich stets wussten und respektierten, wem man sich unterzuordnen hat, wenn man nicht nur während der politischen Laufbahn, sondern auch danach gut leben und gleichzeitig im Gefühl der Macht schwelgen will … das Schicksal des Volkes zählt solchen Menschen ebenso wenig wie „frühere Überzeugungen“ und damit befinden sie sich in der Weltgeschichte ja in bester Gesellschaft.
  • Inwieweit die ominöse Bilderberg-Konferenz 2005 (Merkel – eingeladen – und Schröder – angeblich nicht eingeladen – hatten daran teilgenommen!) nun Einfluss darauf gehabt hatte, kann dahinstehen, auf jeden Fall war das Misstrauensvotum als „nicht ganz legales“ Mittel zur Erzwingung von Neuwahlen nach der desaströsen Wahlschlappe der SPD in NRW in meinen Augen nichts anderes als ein reichlich armseliger Mummenschanz. Ob Schröder wirklich gehofft hat, im vorgezogenen bundesweiten Anlauf trotz allem einen Wählerauftrag zu erhalten, ist ebenso zweitrangig wie die enttäuschte Überzeugung von CDU/CSU und FDP, die Gunst der Stunde für eine klare und die angestrebte Koalition ans Ruder bringende Wahlentscheidung nutzen zu können (zumindest Merkel hat das unzweifelhaft genutzt!?!) … für das Volk kam jedoch die denkbar ungünstigste Konstellation heraus und eröffnete den ehemals „erbittert verfeindeten Volksparteien“ endgültig ein unangefochtenes Schalten und Walten im Interesse ihrer obersten Dienstherren – dass sich hinter diesem missverständlichen Begriff nicht das Volk als Souverän unserer angeblich demokratischen Republik verbirgt, ist uns jedenfalls ziemlich unzweideutig klargemacht worden.

Ergänzend zu den oben angeführten Argumenten können (sollten) Sie auch mal lesen, was “der Gedankenverbrecher” (auch nur stellvertretend für diverse Seiten) zu diesem Thema zu vermelden hat …

http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/10/18/feindstaat/

Tja … und nun bekommen wir nach und nach immer neue Quittungen dafür präsentiert, dass wir aus vermeintlicher Hilflosigkeit, Politikverdrossenheit oder mangelndem Vertrauen zu den etablierten und/oder alternativen Parteien des demokratischen Systems unseres Staates jede Kommunal- und Landtagswahl seit 2005 quasi zur Legitimation für dieses Willkür- und Unrechtsregiment der politischen Klasse werden ließen … und wenn ich den Ist-Zustand unserer Bevölkerung als Maßstab heranziehe, habe ich sehr wenig Hoffnung, dass sich dies „im Superwahljahr 2009“ mit anstehender Europa- und Bundestagswahl noch rechtzeitig ändern könnte!

Das Europa, das über die letzten fünf Jahrzehnte geschaffen wurde und nach dem Muster des Vertrags von Lissabon endgültig in eine „neoliberale Wirtschafts- und Militärgroßmacht“ umgewandelt werden soll, hat den Bürgern unseres Landes jedenfalls keine nennenswerte Vorteile, dafür (dank Ost-Erweiterung und EGH-Beschlüssen gegen die deutschen Arbeitnehmer und die Tarifautonomie, aber auch dank diverser anderer „Wettbewerbsurteile“ zu unseren Ungunsten) aber Unmengen an Nachteilen und gravierenden Verschlechterungen auf allen Ebenen eingebracht. Denken wir an die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die nicht nur systematisch in den Untergang getrieben und schließlich so gründlich vernichtet wurden, dass nicht nur Arbeitsplätze unwiderbringlich verloren gingen, sondern auch unzählige ehemals selbständige Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt wurden … dieser dem Export geschuldete und die Quasiaufgabe der deutschen Volkswirtschaft besser als alles andere belegende Prozess dauert immer noch an! – Aber was soll’s … (???!???) Auf die eine oder andere Weise kümmert uns das alles nicht, oder?

Stattdessen lassen wir uns lieber mit schwachsinniger Unterhaltung, mediengerecht aufbereiteten Massenverleumdungen und Pseudowahrheiten volldröhnen und fortgesetzt nicht nur weiter verdummen, sondern auch mehr als jemals zuvor gegeneinander aufhetzen … kleines Beispiel einer sehr treffenden Definition gefällig?

Dann schauen Sie mal auf dem Blog ad sinistram und unter dem Titel … Neues Heldentum … nach

http://ad-sinistram.blogspot.com/2008/10/neues-heldentum.html

Oder werfen Sie einen Blick in einen anderen Paukenschlag von Egon W. Kreutzer, der zwar schon vom Anfang dieses Jahres datiert, aber von unendlicher Gültigkeit ist – unter dem absolut trefflichen Titel … Der Bürgerkriech

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2008/2.html

(Ist auch als perfekte Verknüpfung mit 3 weiteren Paukenschlägen „Unsere Freiheit I-III“ in einem gleichnamigen Buch des Autors zu genießen!)

Kehren wir zurück zur Ausgangsfragestellung … und erweitern sie zielgerichtet etwas:

Wann wacht der deutsche Michel endlich auf … und erkennt, dass er zugunsten der wahren Ausbeuter, Freiheitsräuber und Rechtsbeuger, die am Verrat des eigenen Volkes nicht nur fürstlich verdienen, sondern sich dadurch auch allerhand Privilegien, einschließlich hohes gesellschaftliches Ansehen und eine imposante Nebenrolle in den Geschichtsbüchern unserer Spezies erwerben, auf jenen bereits zu beklagenden Opfern einer feudalen und menschenverachtenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung herum trampelt, die ihm de facto ungleich näher stehen und entsprechend wichtiger sein sollten als diejenigen, von denen er sich dazu anstacheln und aufhetzen lässt?!?

Vielleicht wird die Berechtigung dieser Frage etwas klarer ersichtlich, wenn man sie mit der nachdrücklichen Aufforderung verbindet, auch mal über den „demokratischen und westlichen“ Tellerrand hinauszublicken, um sich die Not und das unendliche Leid der Völker in der sogenannten „Dritten Welt“ anzuschauen … sie leiden nicht etwa, weil sie minderwertig oder von Natur aus weniger leistungsfähig als die Bevölkerungen der westlichen Industrienationen sind, sondern weil sie von den „transnationalen Privatgesellschaften“ (die in eben diesen Nationen ansässig sind und mit militärischen Interventionen und brutalem Wirtschaftskolonialismus die noch bedeutend grausamere, da endgültiger vernichtende Nachfolge der feudalistischen Kolonialherren angetreten haben) aufs schändlichste und brutalste ausgebeutet und definitiv nicht natürlichen Hungersnöten und anderen Bedrohungen für Geist, Leib, Seele und Leben ausgesetzt werden …

Die Instrumente, die den Geld- und Machteliten dabei in die Hände arbeiten heißen Internationaler Währungsfond, Weltbank, Welthandelsorganisation und wurden alle kurz vor oder nach dem Ende des 2. Weltkrieg ins Leben gerufen …… zusammen mit der UNO, dem zahnlosen Tiger, der nicht im Dienste der Menschenrechte „agieren kann“, weil er längst als Grundstein der angestrebten „Eine-Welt-Regierung“ auserkoren ist und (bislang noch) zusammen mit seinen anderen “supranationalen Organisationen” der rigiden US-Kontrolle untersteht!

Zwischenbemerkung:

All jenen Leser/innen, die dies für eine weitere Verschwörungstheorie halten und mir irgend eine wie auch immer geartete “extremistische Weltanschauung” unterstellen zu müssen glauben, sei die Lektüre des Buches Das Imperium der Schande von Jean Ziegler ans Herz gelegt. Ich denke, es gibt den notwendigen Ein- und Überblick und kann als Beleg dafür angesehen werden, dass alle von mir in den Raum gestellten Behauptungen absolut der herrschenden Realität entsprechen!

Na, dämmert Ihnen da nicht was? Insbesondere wenn Sie die Entwicklungen in unserem eigenen Land und vergleichbaren Staaten anschauen? Not, Verelendung, Armut, gewaltsame Unterdrückung jedes vom Mainstream abweichenden Denkens, ständig drohende Kriegsgefahr und anderes mehr sind nicht länger Begleiterscheinungen eines entfesselten und verrohten Raubtierkapitalismus, die nur anderen, weniger „gebildeten“ Menschen irgendwo weit entfernt widerfahren – all dies ist von unserer (europäischen) „Zivilisation“ ausgegangen und kommt nun, da sich der große Plan der selbsternannten und ihrer Meinung nach gottgleichen Geld- und Machteliten seiner ultimativen Verwirklichung nähert, lediglich mit Urgewalt zu seinen Ursprüngen zurück … um uns alle ebenso zu unterjochen und – falls möglich und nötig – auch ebenso zu dezimieren, bis sich jene Wunschvorstellung erfüllt, die im Auftrag der unantastbaren Herrscher unserer Welt – die sich feige und anonym hinter dem Begriff „Eine kleine Gruppe von Amerikanern, die nach dem >Goldenen Zeitalter der Vernunft<>

Da es nur einen englischsprachigen Wikipedia-Eintrag gibt, biete ich hier jedoch stellvertretend eine recht gute deutschsprachige Seite an, auf der sich jeder die benötigten Informationen holen kann. Man kann (muss aber nicht, denn eigentlich sollte man sich stets eine eigene Meinung bilden) auch die weiterführenden Erläuterungen und Interpretationen des Autors (Thomas Ritter) lesen, die zumindest für jene unter Ihnen hilfreich sein können, die sich mit „derartigen Themen“ bisher noch nicht beschäftigt haben …

http://www.earthfiles.de/home.html?/artikel/weltver_artikel_marksteine_georgia.html

(Eine schwer zu übersehende „weltanschauliche und spirituelle Verwandtschaft“ mit der Earth Charter – führende Köpfe Maurice F. Strong, Mikhail Gorbachov und Steven C. Rockefeller (mit einem „Satelliten-Büro“ in Heidelberg!) – ist sicherlich keinem Zufall geschuldet!)

Bevor Sie nun gleich wieder abwinken und dies alles in die Schublade „Verschwörungstheorie“ packen und vergessen, sollten Sie bedenken, dass es sich bei diesen Guidestones nicht um irgendwelche antiken Artefakte (wie bspw. Stonehenge GB) handelt, sondern sie wurden erst 1980 erbaut und allein um diesen „Gründungsakt“ rankt sich ein dubioses und „gewohnt nebulöses“ (typisch für diese Eliten) Spinnennetz von Informationen, wobei bei der „Spurenlegung“ offensichtlich großer Wert darauf gelegt wurde, dass sie unübersehbar sind und für die beabsichtigte und erwünschte Aufmerksamkeit sorgen. Dahinter steckt eine Menge Geld – und darüber verfügen die angeblichen Verschwörungstheoretiker bekanntlich nicht! – Wichtigste Aussage/Forderung der Guidestones ist die „Reduzierung der Weltbevölkerung auf 500.000.000″ Köpfe und Seelen!

Es wäre einfach an der Zeit, sich einerseits zwar damit abzufinden, dass es in Wahrheit nur wenige Verschwörungstheorien, dafür aber eine Menge verdächtige Aktivitäten gibt, die immer wieder vom gleichen (elitären) Ursprung ausgehend für die schlimmsten Auswüchse der Macht- und Profitgier sorgen … und dass diesem Menschenschlag absolut nichts heilig ist (außer ihre eigene, ebenso perverse wie vom Wahnsinn geprägte „religiöse Ideologie“). Für solche Leute ist es kein Problem ein paar Tausend Menschenleben zu opfern (auszulöschen!?), wenn es ihnen dabei hilft, das angestrebte Angstszenario zu schaffen und die ahnungslosen oder ignoranten Menschen aller „befallenen Nationen“ dazu zu bringen, ihre verbrieften Bürger- und Freiheitsrechte zugunsten einer fiktiven „Sicherheit“ aufzugeben, die in Wahrheit den Eliten gilt, und nicht gegen den “weltweiten Terror”, sondern gegen die eigenen Bürger als “innere Feinde” gerichtet ist.

All das sollten Sie bedenken und durchaus mit der aktuellen Situation in unserem Land und Europa vergleichen – und dann sollten Sie andererseits für sich selbst hinterfragen, ob sie „diesen Leuten“ wichtig genug sein würden, um zu den 500 Millionen Menschen zu gehören, denen großmütig ein Überleben als Sklaven der selbsternannten Krönung der Menschheit erlaubt werden soll?

Sie sind immer noch nicht überzeugt? Sie denken immer noch, der sicherste Weg durch diese und die zweifellos folgenden Krisen sei der des nicht selbständig denkenden und vor allem nicht aufmuckenden Mitläufers? Sie meinen immer noch, das, was Ihnen von den Medien, Politikern und sonstigen „Persönlichkeiten“ vorgesetzt wird, sei die Wahrheit und alle gegenteiligen Behauptungen im Internet seien nur das wirre Geschreibsel von Irren oder durch eigenes Verschulden ins Abseits geratenen „Neidhammeln“?

Bevor ich Sie sich selbst überlasse und Ihnen (so lange es denn dauern wird) noch ein angenehmes Dasein in Ihrer künstlichen heilen Welt wünsche, möchte ich noch einen letzten Versuch unternehmen, Sie eines Besseren zu belehren. Wenn Sie schon nicht bereit sind, die systemkonformen Scheuklappen abzulegen und sich der ungeschönten Realität der wahren Welt zu stellen, dann lassen Sie sich wenigstens auf einfühlsame, intelligente, manchmal aber auch knallharte Weise „unterhalten“ … mehr als genügend Angebote dafür bietet Ihnen unter anderem die folgende Internetseite …

http://www.cluster1.eu oder (falls Sie es nicht so mit dem Lesen haben und lieber bewegte Bilder und gesprochene Worte verarbeiten möchten)

http://www.youtube.com/user/grandmasteryeager

Alle anderen Menschen, die diese Zusammenhänge erkennen und verstehen können (wollen) und nicht bereit sind, sich diesem elitären, alles menschliche rigoros auslöschenden Irrsinn weiterhin widerstandslos auszuliefern, möchte ich nochmals mit allem gebotenen Nachdruck ans Herz legen, sich miteinander zu verständigen und eine gemeinsame Basis für einen konstruktiven, durch und durch demokratischen und insbesondere gewaltfreien Widerstand zu schaffen … die Zeit dafür wird immer knapper und man sollte endlich aufhören, ständig zu diskutieren, um statt dessen den Vorsprung auszugleichen zu versuchen, welchen die Eliten bei der Vernetzung und Koordinierung Ihrer Machenschaften gewonnen haben!

Angst – vor wem oder was auch immer – ist absolut überflüssig, denn die Pläne der Eliten können nicht mehr aufgehen, wenn die Menschen diesen Machtfaktor Nummer eins überwinden und sich ihrer unbestreitbaren Macht der schieren Masse besinnen, die lediglich geordnet und kanalisiert werden muss, um danach koordiniert zum Einsatz gebracht zu werden. – Genau das ist es, was die Eliten an den Schalthebeln der Macht am meisten fürchten – also geben wir Ihnen verdammt noch mal doch endlich eine gute Dosis ihrer eigenen „Medizin“ zu schlucken und zeigen Ihnen, was wahre Vernunft ist und im Zusammenspiel mit gesundem Menschenverstand, Solidarität und … Liebe statt Angst … bewirken kann!!?!!


Quelle: http://moltaweto.wordpress.com/2008/10/18/wann-wacht-der-deutsche-michel-endlich-auf/

Sonntag, 19. Oktober 2008

Depleted Uranium Munition - Doku - Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra

Es war der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther, der 1991 zum ersten Mal auf die höchst gefährlichen Spätfolgen von sogenannten Uran-Geschossen hingewiesen hatte. Während des Golfkrieges wurde diese Munition von der US-Armee tonnenweise verschossen.
Der Film begleitet Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000fach übertrifft.

Bereits 1991, nach dem Golfkrieg, waren Prof. Günther im Universitäts-krankenhaus von Bagdad Menschen mit Krankheitssymptomen aufgefallen, die er in den 40 Jahren seiner Arbeit in diesem Land noch nie gesehen hatte. Dabei untersuchte er auch viele missgebildete Säuglinge und Kinder, die meistens nicht lange überlebten und dokumentierte die Fälle. Er diagnostizierte schwere Störungen der Nieren- und Leberfunktion, Krebs sowie genetische Schäden. Nachdem dann bei amerikanischen und britischen Golfkriegsveteranen und ihren Kindern ähnliche Krankheitssymptome auftraten, war für Günther und viele andere Wissenschaftler der Zusammenhang klar. Sie fordern ein umfassendes Verbot dieser Munition, die zur Standard-Bewaffnung der US-Truppen gehört.



Quelle: http://video.google.com/videoplay?docid=5146778547681767408&hl=en

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Uranwaffen: Das größte Kriegsverbrechen unserer Zeit

Von FRIEDER WAGNER

Nach Hiroshima und Nagasaki sollten die Menschen eigentlich erkannt haben, was für eine furchtbare Katastrophe sie ausgelöst hatten. Eindringlich mussten sie erfahren, dass die ionisierende Strahlung dieser Bombe ganz schnell das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Die Erkenntnis führte allerdings nicht zu einem generellen Verbot, sondern zum so genannten Gleichgewicht des Schreckens durch die Atom- und Wasserstoffbomben. Die entsetzliche Gewissheit der gegenseitigen Vernichtung wurde zu einer vagen Garantie der Nichtanwendung dieser tödlichen Waffen. Während dieser Zeit stieg jedoch weltweit die Leukämierate bei kleinen Kindern beängstigend an. Und sie sank erst wieder auf normalere Werte, als sich die Großmächte darauf geeinigt hatten, die oberirdischen Atombombenversuche einzustellen. 1

Zur gleichen Zeit hatte man damit begonnen, in allen Industrienationen Atomkraftwerke und Schnelle Brüter zu bauen. Der Bevölkerung erzählte man, damit sauberen Strom zu erzeugen. Die Wiederaufbereitung der Brennstäbe für die Atomkraftwerke sei ein ewiger Kreislauf, von hochradioaktivem Müll sprach man ungern.

Die Katastrophe von Tschernobyl hätte die Anhänger dieser Technik eigentlich zu besseren Erkenntnissen führen müssen. Viele werden sich nach Tschernobyl noch an die Bilder von missgebildeten Kindern und Tieren erinnern, die nach dieser Katastrophe geboren wurden: Babys ohne Augen, ohne Beine und Arme, Tiere mit fünf Beinen oder zwei Köpfen, Babys, die ihre inneren Organe in einem Hautsack außen am Körper tragen. All diese armen Kreaturen lebten unter entsetzlichen Schmerzen nur wenige Stunden.

Solche furchtbaren Missbildungen musste ich wieder sehen, als ich für einen Fernsehfilm und später für einen Kinodokumentarfilm den Irak, Serbien, Bosnien und den Kosovo besuchte. Die Ursache für solche Missbildungen und für hoch aggressive Krebserkrankungen und Leukämien in diesen Ländern ist heute aber nicht mehr die Tschernobyl-Katastrophe, sondern die Anwendung von Uranmunition und -bomben durch die alliierten Streitkräfte in den vergangenen Kriegen.

Uranmunition und Uranbomben (depleted uranium, kurz „DU“) sind die furchtbarsten Waffen, die heutzutage in Kriegen eingesetzt werden, weil sie die Menschheit unweigerlich in einen Abgrund führen. Eine der Folgen von Uranwaffen ist, dass es bei Mensch und Tier zu Chromosomenbrüchen kommt und so der genetische Code verändert wird. Das ist seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Tatsache, und der amerikanische Arzt Dr. Hermann Joseph Muller hat für diese Erkenntnisse bereits 1946 den Nobelpreis bekommen.2

Trotzdem haben die alliierten Streitkräfte in den vergangenen fünf Kriegen so getan, als würde es diese Tatsache nicht geben: 1991, im ersten Irakkrieg, haben sie mindestens 320 Tonnen dieser Uranmunition eingesetzt. Aus einer vertraulichen Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums wissen wir inzwischen, dass nach ihren Erkenntnissen schon die Anwendung von 40 Tonnen dieser Uranmunition zu 500.000 Nachfolgetoten führt und zwar durch die danach entstehenden hoch aggressiven Krebstumore und durch Leukämien.3

Als die alliierten Streitkräfte 1994/95 im Bosnienkrieg die Stadt Hadzici, 12 Kilometer von Sarajevo entfernt, mit GBU 28 Uranbomben angriffen, ahnten die Serben, dass die Bevölkerung durch die Bombardierung – womöglich durch das Einatmen des entstandenen "Bombenrauch-Gases" – einer Kontamination ausgesetzt sein könnte. Sie siedelten daraufhin 3500 Einwohner der Stadt in die nicht gefährdete Bergregion von Bratunac um. Aber es war zu spät, denn viele Menschen waren schon verseucht. Von den 3500 Evakuierten starben in den nächsten 5 Jahren 1112 an aggressiven Krebserkrankungen und Leukämien - das heißt, fast ein Drittel der Umgesiedelten. Unter der eigentlichen Bevölkerung von Bratunac gab es dagegen keinen Anstieg solcher Krebserkrankungen. Der britische Journalist Robert Fisk schrieb darum zu Recht im „Independent“: „Man hätte auf die Grabsteine dieser Menschen schreiben können: Gestorben an den Folgen von Uranmunition.“4

Regierungsorganisationen wollen oder können nicht

Nun könnte man an dieser Stelle fragen: Was sagt eigentlich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu diesem Problem? Als das so genannte Golfkriegs-Syndrom und später das Balkan-Syndrom im Januar 2001 noch einmal groß Schlagzeilen machte, begnügte sich die WHO damit, eine vier Seiten lange Ausarbeitung zu veröffentlichen, die angeblich alles Wesentliche zu diesem Thema zusammenfasst. Doch dieser Text sollte vor allem die Öffentlichkeit beruhigen, er enthält nur sehr allgemeine Informationen. Wo er genauer wird, ergeben sich Widersprüche zum aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Es heißt dort, die Strahlung –sofern sie überhaupt auftrete – überschreite nicht die zulässigen Grenzwerte: „Aus wissenschaftlicher Sicht erscheint es wenig wahrscheinlich, dass unter dem Militärpersonal im Kosovo eine erhöhte Leukämieanfälligkeit durch Kontakt mit DU nachzuweisen ist.“5

Warum diese Zurückhaltung? Recherchiert man ein wenig, erfährt man sehr schnell, dass die Weltgesundheitsorganisation 1959 mit der Internationalen Atomenergiekommission (IAEO) ein Abkommen geschlossen hat, das ihr die Befassung mit Fragen von Strahlung und Gesundheit nur mit Zustimmung der IAEO gestattet. In diesem Abkommen heißt es: „Wenn eine der beiden Parteien eine Aktivität oder ein Programm in einem Bereich beginnen will, der für die andere Partei von Interesse ist oder es sein könnte, wird sie die andere Partei konsultieren, um die betreffende Frage einvernehmlich zu regeln." 6

Genau diese Verpflichtung auf eine „einvernehmliche Regelung“ erlaubt es der IAEO seither, fast alle Bemühungen der WHO zu unterbinden, mögliche Zusammenhänge von Strahlung und Erkrankungen in der Bevölkerung zu untersuchen.

Was macht diese Uranwaffen für Mensch und Natur so gefährlich?

Uranwaffen werden aus abgereichertem Uran hergestellt. Abgereichertes Uran, englisch Depleted Uranium, ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Wenn man aus Natur-Uran Brennstäbe herstellt, fallen viele Tonnen abgereichertes Uran an. Diese vielen Tonnen sind zwar als Alphastrahler nur schwach radioaktiv, müssen aber entsprechend entsorgt und bewacht werden und das kostet Geld, viel Geld. Dieses abgereicherte Uran, das als Schwermetall wie Blei auch noch hochgiftig ist, hat eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren. Das heißt, diese radioaktive Zeitbombe haben wir ewig und inzwischen gibt es weltweit davon etwa 1,2 Millionen Tonnen und es werden täglich mehr.

Es stellte sich alsbald die Frage: Wie wird man dieses radioaktive und hochgiftige Zeug wieder los? Da entdeckten die Waffenentwickler der Militärs, dass dieses Metall als Abfallprodukt sehr billig zu haben ist und für militärische Zwecke zwei ausgezeichnete Eigenschaften besitzt: Formt man dieses Metall zu einem spitzen Stab und beschleunigt ihn entsprechend, dann durchdringt er aufgrund seines enormen Gewichtes – fast doppelt so schwer wie Blei – Stahl und Stahlbeton, es wirkt wie heißes Eisen in einem Stück Butter. Dabei entsteht an diesem abgereichertem Uranmetallstab ein Abrieb, der sich bei der enormen Reibungshitze von Temperaturen zwischen 3000 – 5000 Grad Celsius selbst entzündet.

Das heißt, wenn sich ein solches Geschoss in Sekundenbruchteilen durch einen Panzer schweißt, entzündet sich das abgereicherte Uran und die Soldaten in dem Panzer verglühen. 2-3 Sekunden später explodiert dann die im Panzer befindliche Munition und das Fahrzeug wird so völlig zerstört. Wegen dieser beiden Eigenschaften: Stahl wie Butter zu durchdringen und die Fähigkeit sich selbst zu entzünden und so wie ein Sprengstoff zu wirken, ist das Abfallprodukt „abgereichertes Uran" heute bei den Militärs so beliebt.

Das ist aber noch nicht alles: Bei den hohen Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius verbrennt das Urangeschoss zu keramisierten Nano-Partikelchen von einer Größe, die 100 Mal kleiner sind als ein rotes Blutkörperchen. Das bedeutet, es entsteht praktisch ein Metallgas und dieses Metallgas ist weiterhin radioaktiv und hochgiftig. 7

Auch amerikanischen Militärwissenschaftlern ist inzwischen die Tatsache bekannt, dass diese Nano-Partikelchen – eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen – im menschlichen oder tierischen Körper überall hinwandern können: In sämtliche Organe, ins Gehirn, in die weiblichen Eizellen und in den männlichen Samen. 8

Schon 1997 wurde bei 5 von 25 amerikanischen Veteranen, die seit dem 1. Golfkrieg Uranfragmente im Körper hatten, abgereichertes Uran im Sperma festgestellt. Überall, wo sich dieses Uran ablagert, kann es dann – und das ist wissenschaftlich einwandfrei bewiesen – zu folgenden Krankheitsbildern kommen:
- einem Zusammenbruch des Immunsystems wie bei Aids mit ansteigenden Infektionskrankheiten,
- schweren Funktionsstörungen von Nieren und Leber,
- hoch aggressiven Leukämien und anderen Krebserkrankungen,
- Störungen im Knochenmark,
- sowie genetischen Defekten und Missbildungen mit Aborten und Frühgeburten bei Schwangeren, wie wir es auch schon nach der Tschernobyl-Katastrophe gesehen haben. 9

Die weltweit anerkannte Wissenschaftlerin Rosalie Bertell, die auch schon in Atomfragen die Bundesrepublik Deutschland beraten hat, sagt deshalb: „Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass das abgereicherte Uran beim Verbrennen bei Temperaturen bis zu 5000 Grad Celsius einen unsichtbaren gefährlichen Metallrauch erzeugt. Dies allein stellt eine Verletzung des Genfer Protokolls für das Verbot des Gebrauchs von Gas im Krieg dar, denn Metallrauch entspricht juristisch einem Gas.“10

Und Rosalie Bertell ist sich mit anderen renommierten Wissenschaftlern wie dem Amerikaner Prof. Asaf Durakovic, den deutschen Professoren Dr. Siegwart-Horst Günther und Dr. Albrecht Schott, der kanadischen Geophysikerin Leuren Moret und dem Amerikaner Lennard Dietz – um nur einige wenige zu nennen – darüber einig: Allein im Irak, wo im Krieg 2003 noch einmal fast 2000 Tonnen Uranmunition bzw. -bomben eingesetzt wurden, werden in den nächsten 15-20 Jahren ca. 5-7 Millionen Menschen – Männer, Frauen und Kinder – an den Folgen der Anwendung dieser Uranwaffen sterben. Das wäre ein neuer Holocaust.

Die für diesen illegalen, völkerrechtwidrigen Krieg Verantwortlichen, der amerikanische Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, gehören beide aufgrund dieser Kriegsverbrechen eigentlich vor ein Kriegsverbrechertribunal wie dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Schon der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat 2003 den Irakkrieg für illegal, also für völkerrechtswidrig erklärt. Und auch das deutsche Bundesverwaltungsgericht hat diesen Krieg 2005 als völkerrechtswidrig eingestuft. Trotzdem hörte man aus Den Haag nichts, obwohl in diesem Angriffskrieg nach Angaben der unabhängigen amerikanisch-irakischen "Lancet-Studie" bis 2006 schon 600.000 zivile Opfer, die meisten von ihnen durch US-Truppen getötet, zu beklagen sind. Und das ebenfalls unabhängige britische Institut ORB ermittelte in diesem Jahr, dass bis heute im Irak über eine Million Menschen ums Leben kamen. Darüber hinaus wurden eine Million verletzt und fast 5 Millionen sind auf der Flucht.

Durch die Anwendung dieser Uranmunition und -bomben sind im Irak, im Kosovo und natürlich auch in Afghanistan heute inzwischen ganze Regionen wegen radioaktiver und hochgiftiger Kontaminationen nicht mehr bewohnbar. Dies wurde vor wenigen Monaten durch eine Veröffentlichung der irakischen Presseagentur bestätigt. Danach haben Untersuchungen von irakischen Wissenschaftlern festgestellt, dass durch die Bombardierung der Alliierten mit Uranbomben im Krieg 1991 und 2003 im Irak heute 18 Regionen nicht mehr bewohnbar sind und die Bevölkerung deshalb dort evakuiert werden muss.11

Darüber berichtet keine der üblichen Zeitungen und auch in die TV-Medien schweigen: „Uranmunition und die Folgen“ ist ein Tabuthema geworden. Denn nicht die viel beschworene Klimakatastrophe ist heute die unbequemste Wahrheit, nein: Die unbequemste Wahrheit sind die Folgen der Uranmunition. Ich prognostiziere hier an dieser Stelle, und bin da mit vielen unabhängigen Wissenschaftlern weltweit einig, dass von den Tausenden eingesetzten deutschen Soldaten im Kosovo und in Afghanistan – und das gilt natürlich für alle anderen Soldaten auch – etwa 30% durch Uranmunition kontaminiert nach Hause zurückkommen werden. Und diese jungen Soldaten werden alle mit ihren Ehefrauen Kinder zeugen und werden, ohne es zu wissen, ihre Kontamination an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben, mit allen furchtbaren Folgen: Missbildungen, Immunschwäche, Leukämie und Krebstumore.

Man darf nicht glauben, dass das Problem gelöst wäre, wenn all diese kontaminierten Soldaten eines Tages tot wären – nein: Ihre Kinder und Kindeskinder werden den deformierten genetischen Code weitergeben an ihre Kinder und Kindeskinder. Wie bei einer Epidemie und wir werden nichts dagegen tun können.12

Die Bundesregierung lügt

Die Bundestagsfraktion Die Linke hat im Frühjahr 2008 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt mit einem Fragenkatalog zu den Folgen des Einsatzes der Uranmunition. Diese Fragen hat der Staatsminister Gernot Erler von der SPD im Namen der Bundesregierung beantwortet. Eine der Fragen lautete, ob der Bundesregierung Erkenntnisse über den Einsatz von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vorliegen und ob man entsprechend die Soldaten informiert hat?

Der Staatsminister Gernot Erler antwortete dazu wörtlich: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten bzw. -zeiten von Munition mit abgereichertem Uran in Afghanistan seit 2001 vor.“ Und er fährt dann fort: „Der Bundesregierung wird ein Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran nicht angezeigt. Eine Informationspflicht hierzu besteht nicht.“

Wie muss man dann aber eine Anweisung verstehen, die in Kopie vorliegt und die als „VS - VERSCHLUSSACHE - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH" deklariert ist? Sie stammt aus dem Verteidigungsministerium, ist mit der Jahresangabe 2003 datiert und trägt den Titel „Leitfaden für Bundeswehrkontingente in Afghanistan“.

Dort heißt es auf Seite 25 unter „1.3.3 Gefährdung durch DU-Munition“: Bei der Operation „Enduring Freedom“ zur Unterstützung der Nordallianz gegen das Taliban-Regime wurde durch US-Kampfflugzeuge u. a. auch panzerbrechende Brandmunition mit DU-Kern eingesetzt.
Beim Einsatz dieser Munition gegen Hartziele (z.B. Pz, Kfz) entzündet sich das Uran auf Grund seiner pyrophoren Wirkung. Bei der Verbrennung entstehen besonders an
und in den Zielen sesshafte toxische Stäube, die jederzeit aufgewirbelt werden können.
DU-Munition kann deshalb bei ungeschütztem Personal toxische und radiologische
Schädigungen hervorrufen:
+ Gefahr einer Schwermetallvergiftung
+ Gefahr durch sehr schwachen radioaktiven Strahler (... usw.usw)

Dieses Papier beweist, dass Staatsminister Gernot Erler das Parlament, den Parlamentspräsidenten und das Volk belogen hat, wenn er sagt, „der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vor“.

Welche Schlüsse müssen wir daraus ziehen, dass uns Politiker derart belügen?

Die Gefahren der Uran-Munition sind der Bundesregierung seit dem Golf-Krieg von 1991 und dem Kosovo-Krieg 1999 öffentlich zugänglich und bekannt, auch den damaligen und heutigen Politikern. Wer darum 2003 für den Golfkrieg gestimmt hat, stimmte nicht nur für einen völkerrechtswidrigen Krieg, er stimmte damit auch wissentlich und willentlich für das Kriegsverbrechen der Uranmunition. Hochrangige Persönlichkeiten und Politiker, die heute in der Regierungsverantwortung stehen, haben sich 2003 für diesen Golfkrieg ausgesprochen. Sie können sich nun nicht darauf zurückziehen, von der zwangsläufigen Verwendung von Uranmunition und den Folgen nichts gewusst zu haben. Und sie werden sich für die Folgen eines Tages verantworten müssen.

So wie es der amerikanische Wissenschaftler John W. Gofman, der an der Entwicklung der Hiroshimabombe mitgearbeitet hatte und der auch Arzt war, schon 1979 – nachdem er die verheerende Folgen der niedrigen Alpha-Strahlung erkannte – gefordert hat. In einem Offenen Brief von 1979, also lange bevor über abgereichertes Uran und dessen Folgen diskutiert wurde, schrieb Gofman:

"Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspekten der Niedrigstrahlung beschäftigt haben - mich, Gofman, eingeschlossen - Kandidaten für ein Nürnberg ähnliches Gericht sind, da sie und ich mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Alpha-Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr nur ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord.“13

Wenn sich die Bundesregierung heute als Freund der amerikanischen Regierung bezeichnet, dann sollte sie – gerade als Freund – den Mut haben, einem Verbündeten zu sagen, dass er mit dem Einsatz solcher Uranwaffen nicht nur einen irreparablen Fehler an Mensch und Umwelt begeht, sondern ein Kriegsverbrechen. Ein solches Kriegsverbrechen muss entsprechend geahndet werden, auch und gerade von unserer Regierung. Denn die neuere und insbesondere die unabhängige Forschung hat hinreichend Beweise erbracht, dass Menschen, die durch Uranaerosole abgereichertes Uran aus solchen Waffen in ihren Körper aufgenommen haben –seien es Soldaten oder Zivilbevölkerung, aber eben vor allem Kinder und Jugendliche – einer schweren Gefährdung ihrer Gesundheit und ihres Lebens ausgesetzt sind, und zwar über viele Generationen. Das trifft besonders im Irak, in Afghanistan, im Kosovo und in Serbien zu, aber auch inzwischen weltweit, da diese Aerosole mit den atmosphärischen Winden um die ganze Erde getragen werden können.14

Das alleine reicht aus, um von den Regierungen der Welt, also in der UN und im UN-Sicherheitsrat, aber natürlich auch im Bundestag ein Verbot des Einsatzes von Uranwaffen zu fordern. Denn keine Macht dieser Welt hat das Recht, auf ihren selbst gewählten Kriegsschauplätzen ganze Regionen unbewohnbar zu machen und die Menschen noch lange nach Beendigung der Kriegshandlungen zu vergiften und zu töten. In der Urteilsbegründung des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals heißt es darum zu Recht: „Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das größte internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken vereint.“

Bundesregierung und Bundestagsabgeordneten sollte deshalb durch entsprechende Ansprache, Briefe, E-Mails klar gemacht werden, welche Verantwortung sie tragen, wenn sie weiter Soldaten z. B. nach Afghanistan und in das Kosovo schicken. Ihnen muss klar sein, dass sie die Verantwortung tragen, wenn diese Soldaten tot, verletzt oder durch die Folgen des Einsatzes von Uranwaffen kontaminiert nach Hause kommen. Sie müssen wissen, dass sie zur Verantwortung gezogen werden können, wenn diese Soldaten eines Tages krank werden und missgebildete Kinder durch sie geboren werden. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und dieser Erde.


Frieder Wagner ist Journalist, Filmemacher und zweifacher Grimme-Preisträger. Sein selbstfinanzierter Dokumentarfilm zum Thema Uranmunition „Deadly Dust – Todesstaub“ wird bei Veranstaltungen oder auch in Kinos gezeigt. Ein Filmverleih, der die Verbreitung auch finanziell unterstützt, hat sich bis heute nicht gefunden.

Eine ausführliche Faktensammlung des Autors steht als pdf zum Download bereit unter: http://blog.hintergrund.de//wp-content/uploads/2008/10/20080407friederwagnerdu.pdf



Quellen:

1 Helen Caldicott: The New Nuclear Danger, 2002
2 http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761567028/ Hermann_Joseph_Muller.html
3 Robert James Parsons in "Le Monde Diplomatique" vom 16.02.2001
4 Robert Fisk im brit. Independent: "Died of Depleted Uranium", 13. 01. 2001
5 "Fact Sheet Nr. 257", 12. Januar 2001, Weltgesundheitsorganisation Genf http://www.who.int/inf-fs/en/fact257.html
6 Vertrag zwischen der Internationalen Atomenergie-kommission und der Weltgesundheitsorganisation, angenommen von der 12. WHO-Generalversammlung am 28. Mai 1959 in der Resolution WHA 12.40. Siehe Organisation mondiale de la santé, "Documents fondamentaux", 42. Aufl., Genf (WHO) 1999.
7 http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_ Munition.html
8 Miller, A. C., et al. Observation of radiation-specific damage in human cells exposed to depleted uranium: Dicentric frequency and neopla- stic transformation as endpoints. Radiol. Protection Dosimetry 99(1–4):275–278, 2002
9 Prof. Siegwart-Horst Günther: Neues Deutschland v.28.10.91, Dziennik Polski v. 31.10.91, Neues Deutschland v. 3.4. u. 16.7.92
10 International Journal of Health Services, Volume 36, Number 3, Pages 503-520, 2006
11 http://www.schweizmagazin.ch/news /336/ARTICLE/1911/2008-01-03.html
12 Rosalie Bertell: "The Hazards of Low Level Radiation", http://www.ccnr.org/bertell_book. html)
13 J. W. Gofman 1990 in: "Radiation Induced Cancer from Low-Dose Exposures" und in einem offenen Brief von 1979 an Fachkollegen: Letter of Concern, May 11, 1999 - University of California, Berkeley
14 Rosalie Bertell: "The Hazards of Low Level Radiation", http://www.ccnr.org/bertell_book. html


Artikelquelle : http://www.hintergrund.de/content/view/284/66/


Interview mit Frieder Wagner